Vorher – Nachher

Hallo Fotofreunde,

Ihr wisst ja, dass ich momentan voll im Herbst gefangen bin und sehr viel über Farben und Eindrücke schreibe. Ich bin aber auch ein Freund von schwarzweiß Bildern und darum habe ich mich letztens an einem ebensolchen Foto zum Thema Herbst ausprobiert.

Das Rohmaterialien mit all seinen Fehlern

Am Anfang stand, wie sollte es als RAW User anders sein, natürlich ein farbiges Ausgangsmaterial. Eben jenes Bild, das Ihr hier seht.
Oft überkommt mich die Idee zu einem Bild, während ich unterwegs bin. So auch bei eben jenem Foto. Da der Hund mit auf Tour war, schlich sich dummerweise die Flexi-Leine mit ins Bild und auch die Jacke von meinem „Hand-Modell“ Karla hob sich deutlich ab. Immerhin fast Ton in Ton mit der Leine. Dennoch ein störender farbiger Fleck. Ich hätte es mir einfach machen können und das Bild so wie aufgenommen in s/w konvertieren. So etwas sieht dann gerne wie gewollt, aber nicht gekonnt aus. Einen Umstand welchen man bei seinen Fotos eigentlich vermeiden möchte und auch sollte.

Das Postprocessing

Also ab in die sowieso notwendige Nachbearbeitung. Durch die am Objektiv eingestellte Blende, hatte ich zwar einen weichen Hintergrund, aber es mangelte an ein wenig Struktur. Darum wurde zuerst der Strukturregler um 50 Punkte in den Plusbereich verschoben, ehe es mit dem Klarheits-Regler ebenso in den Plusbereich ging. So hatte ich die gewünschte Struktur.
Die Leine lenkte noch ab und durch die Form hatte sie auch noch die unleidige Eigenschaft den Blick anzuziehen. Gerade der sollte aber auf das Blatt gelenkt werden.
Ergo musste Photoshop herhalten und um die Leine aus dem Foto zu retuschieren. Ebenso fielen ein paar kleiner Risse in der Hand dem Korrekturpinsel zum Opfer. Bei der Aufnahme hätte man natürlich gleich besser auf die Leine achten sollen, Asche auf mein Haupt. Bei temporären Hautschäden störe ich mich aber generell wenig am Einsatz von Photoshop.
Soweit so gut. Die Leine war weg, die Haut so wie ich wollte. Der Blattstil im unteren rechten Schnittpunkt der Drittellinien.

Zwischenschritt nach Photoshop. Die Leine ist weg.

Ab in die s/w-Umwandlung. Hier habe ich wieder auf die NIK-Collection gesetzt. Silver Efex Pro ist wie immer mein Tool der Wahl.

Grundlage für die Umwandlung war das Preset Hohe Struktur (weich). Es folgten noch Anpassung der Spitzlichter und die Jacke wurde weiter abgedunkelt. Um dennoch eine gewisse Wärme im Bild zu halten, wurde das in Sepiaton (Setting 19) eingefärbt. Von hier aus ging das Foto dann wieder zurück zu Lightroom und die Retusche kam noch ein letztes Mal zum Einsatz. Es verblieb ein kleines Dreieck an linken unteren Bildrand, was sich ebenso wie die Leine als störend erwies. Da das Bild an dieser Stelle nahezu schwarz ist, war das eine einfache Aufgabe, die mit der Bereichsreparatur in Lightroom erledigt werden konnte.

Das Ergebnis

Das Bild war nun durch 3 Programme gegangen und ich hatte sowohl die Wärme der Herbststimmung, als auch die gewollten kräftigen Linien der Haut im Bild. Hände die durch die Linien das Alter symbolisieren und das gefallene Blatt, welches die alljährliche Vergänglichkeit darstellt. Die Regentropfen auf dem Blatt runden die Herbststimmung ab. Denn Regen gehört zwangsläufig zum Herbst dazu.

Zum Schluss möchte ich Euch noch das finale Ergebnis zeigen, welches Ihr übrigens in hoher Auflösung auch auf 500px ansehen könnt und hoffe der Ausflug in meinen Weg der Bildbearbeitung hat Euch gefallen. Wer die Settings der Kamera dazu wissen möchte, der findet diese unter dem Foto.

Sony a7II, Auto Revuenon 50mm F1.8, F4, ISO 100, 1/100s

Merkosh

Als leidenschaftlicher Technik-Nerd berichtet Merkosh gerne über seinen fotografischen Alltag, schreibt Reviews und macht mit der Kamera sein Umfeld unsicher.

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