Caturday (64)

Wie sieht wohl ein ganz normaler Caturdaymorgen bei mir aus. Er ist nicht immer nur mit dem Gedanken an Fotografie geprägt. Darum extra heute: Ein minutiöser Bericht eines geplagten Katzenbesitzers.

04:30

Es ist früh morgens am Caturday. Ich erhebe mich aus den Federn und strecke mich. Mein Rücken fühlt sich an als wären gefühlt vier Katzen auf mir gelegen (es war nur eine). Bis spät Abends ein Regal aufzubauen, Beleuchtung verlegen und dann noch dekorieren fordert eben seinen Tribut. Immerhin leuchtet Billy nun ganz toll, die Türen sind zu und meine Katze meckerte bereits gestern abend sehr demonstrativ, dass sie eben nicht im Schrank schlafen darf.

04:32

Ich torkle in die Küche. Meine Katzen wuseln mir zwischen den Beinen umher und ich stolpere beinahe über den Kater. Business as usual. Bevor ich auch nur auf die Idee kommen könnte mir einen Kaffee zu tasten, ertönt ein zweistimmiges Miau vom Küchenboden aus.

04:35

Ergeben öffne ich eine Dose und füttere die Beiden. Das Miau-Mio nervt mich. Ein Glück war noch eine Dose „oben“ und ich musste nicht in den Keller sprinten. Es gibt nichts schlimmeres, als die eigene Vergesslichkeit in den frühen Morgenstunden zu verfluchen.

4:40

Ich versuche nun mit einem Kaffee in der Hand wach zu werden und mir einen Text für den Caturday auszudenken. Überhaupt will ich später auf eine kleine Fotorunde. Wo war noch einmal die Speicherkarte? Wieso bin ich überhaupt schon wieder so früh wach? Innerlich verfluche ich mein Frühaufsteher-Gen, dass ich erst seit ein paar Jahren entdeckt habe.

5:00

Die Fotoausrüstung ist in der Tasche verstaut. Immer diese Frage ob nun Rucksack, Hüfttasche oder Messengerbag. Meine Katze hat mir derweil zugesehen, wie ich durch die Wohnung stiefele. Es muss sehr spannend gewesen sein, jedenfalls war sie sehr aufmerksam.
Leise fluche ich über den Kater, der sich gerade mit dem Hund anlegt. Es ist noch mitten in der Nacht. Haltet die Klappe.

5:10

Ich sitze mit dem zweiten Kaffee in der Hand vor dem Rechner. Der Kater hat es sich auf mir bequem gemacht und ich tippe. Sehr langsam versteht sich. Ich habe nur eine Hand frei. Die zweite wechselt zwischen Tasse zum Mund führen und Kater davon abhalten vom Schoß zu fallen.

6:00

Zwei Ablenkungen später. Ich grüble immer noch über den Text. Der Hund steht eifersüchtig neben meinem Bürostuhl. Ich kraule nun Hund und Kater. An weiterschreiben ist nicht zu denken.

7:15

Meine Arme sind mir beinahe eingeschlafen. Mag nicht mehr sitzen. Habe den Hund per Kommando überredet in sein Körbchen zu liegen und mit leichtem Stups den Kater vertrieben. Zum Dank ist er ljkhljkhglkjg

…über meine Tastatur gerannt. Ganz toll.

8:00

Das allgemeine Aufstehen beginnt. Ich richte Frühstück und schenke noch zwei Tassen Kaffee ein. Eine nunmehr vierte für mich, eine für die Dame des Hause. Ich beneide sie um ihre Fähigkeit immer und überall schlafen zu können.

8:45

Nach dem Frühstück stehen Pilgerin und Pilger abmarschbereit. Einen Text zum Caturday habe ich irgendwie immer noch nicht gefunden. Dafür ist der Kater glücklich. Er pennt im Bett, dass er erfolgreich für sich erobert hat. Endlich hat das arme Tier ein wenig Platz. Sonst bekommt er ja nur zwei Drittel. Frechheit. Kopfschüttelnd verlasse ich das Haus. „Ich brauch noch einen Text“ murmele ich brummend. Ob ich vielleicht einfach erzähle, wie so ein normaler Samstagmorgen bei mir aussieht?

Merkosh

Als leidenschaftlicher Technik-Nerd berichtet Merkosh gerne über seinen fotografischen Alltag, schreibt Reviews und macht mit der Kamera sein Umfeld unsicher.

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