15. Mittelalterliches Burgfest Stettenfels

Dunkle Wolken am Himmel, die Sonne verbarg sich hinter dichtem Grau und als ob das nicht schon gruselig genug geklungen hat, es regnete zwischendurch immer wieder. Bei so einem Wetter bleibt man eigentlich Zuhause oder macht es wie wir Pilgerrazzi. Man wirft sich in die Wintergewandung, packt sich in ordentliche Radmäntel ein und pilgert zur Burg Stettenfels.

Ein Reiter während der Schlacht

Denn wenn der Kulturschock e.V. zum 15ten Mal zum Markte ruft, dann will man sich das nicht entgehen lassen. Sicherlich waren am Samstag die Marktgassen nicht so voll, wie man das von den Vorjahren her kannte und an den Tavernen wurde heißer Apfelsaft mit Zimt oder ebenso heißer Met ausgeschenkt. Dennoch gab es ein ordentliches Programm mit allem was dazu gehört.
Die Steppenreiter und die Württemberger Ritter hoch zu Roß sowie zahlreiche Gruppen zu Fuß bei der Nachstellung der Lechfeldschlach aus dem Jahre 955 waren auf jeden Fall ein Highlight. Mit Erzählungen geschmückt, wurde die Geschichte aufleben gelassen. Die Zahl derer auf dem Schlachtfeld war wirklich nicht klein. Damit aber die Angriffe der Ungarn und das militärische Eingreifen Ottos des Großen auch eine ordentliche Untermalung bekamen, wurde das Publikum aufgerufen mit den Füßen zu Stampfen und in die Rufe der Magyaren einzustimmen. Eine Schlacht für und mit den Zuschauern. Eben mittendrin, statt nur dabei.
Wir standen am Rand des Schauspiels und haben es mit unseren Kameras begleitet. So dass Ihr, sofern Ihr nicht selbst dort gewesen seid, einen Eindruck gewinnen könnt, was denn alles auf die Beine gestellt wurde.

Brettchenweberei

Wir haben aber nicht nur Erinnerungen an die Schlacht aufbewahrt, denn man sieht sich schon den ganzen Markt an. Zwischendurch ein heißer Mokka und ein Humpen Metbier gegen den Durst, Makronen und Langos gegen den Hunger. Vorbei an den Zelten der Lagergruppen, den Ständen Händlern und entlang den Gärten der Burg, hin zu den Musikanten und anschließender Rast an der Taverne. Es gab wirklich viel zu sehen und zu erleben.
Zum Abend hin regnete es auch nicht mehr und sogar die Sonne kam kurz zum Vorschein . Für uns als Marktfotografen waren die nassen Wege dennoch eine Gelegenheit eher ungewohnte Motive einzufangen. Deshalb möchte ich gar nicht mehr so viele Worte verlieren, denn Ihr wollt ja die Bilder sehen.
Wobei, ein Dank an die Orga und alle Teilnehmer für den schönen Samstag, den wir trotz dem Wetter hatten soll noch ausgesprochen sein. Dann lasse wir Euch aber auf die Galerie los.

Viel Spaß beim Ansehen wünschen Euch,

die Pilgerrazzi

Merkosh

Als leidenschaftlicher Technik-Nerd berichtet Merkosh gerne über seinen fotografischen Alltag, schreibt Reviews und macht mit der Kamera sein Umfeld unsicher.

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