Nummer V lebt

Passend zur neuen RX100V von Sony kam heute auf Twitter die Frage auf, was man denn an dieser Kamera noch verbessern kann. Wenn man sich kurz in Erinnerung ruft, es gibt bisher vier RX100 Modelle am Markt. Alle mit einem Zeiss-Objektiv und 1Zoll Sensor ausgestattet. Die verschiedenen Modelle haben kleine bis größere Unterschiede. So gab es bei einem Modell einen Blitzschuh, der bei anderen Modellen einem eingebauten Sucher gewichen ist. Die Brennweite anfangs mit 28-100mm verbaut (umgerechnet auf FF) ist inzwischen bei 24-70mm angekommen. Zudem war und ist die kleine Kamera im Weitwinkel schon immer sehr lichtstark (F1.8) und der minimale Fokussierabstand ist einfach phänomenal.

Sieht man sich die technischen Details an, so hat Sony noch einmal eine Schippe drauf gelegt.

Das Objektiv bringt wie beim vorherigen Modell wieder 24-70mm Brennweite bei F1.8-F2.8. Hier wäre auch nicht viel zu verbessern gewesen und so hat man sich auf andere Bereiche konzentriert.

Denn die Verbesserungen stecken hauptsächlich im Bereich der Geschwindigkeit. So bietet die Kamera eine automatische Fokussierung von 0,05 Sekunden bei Kontrastdetektion. 315 Phasendetektions-Autofokuspunkte stehen zur Verfügung und die Serienbildrate steigt auf 24 Bilder pro Sekunde. Klar, das man hier deutlich den Sensor aufgebohrt hat.

Liest man die Werte bezüglich Autofokuspunkten und Fokussiergeschwindigkeit, drängt sich zudem förmlich der Blick zur A6300 auf. Hier steckt zwar ein größerer Sensor in der Kamera, aber es liegt die Vermutung nahe, das viel Erfahrung* von der A6300 in die Entwicklung des jüngsten Spross der RX100 Serie geflossen ist.

Freunde des knappen Geldbeutels dürfen beim Preis übrigens wieder Schnappatmung bekommen. Wie auch die Mark IV kostet die Mark V zur Einführung satte 1200€. Für eine kompakte Überall-Dabei-Kamera ein stolzer Preis. Auch wenn die Ausstattung wieder einmal tadellos gelungen ist. Wer darüber lamentieren möchte darf dies gerne tun, sollte aber bedenken, das noch immer alle vier Versionen, die vorher auf den Markt kamen verfügbar sind. Ob diese nun verschwinden oder ob sie neben der Mark V weiter verkauft werden ist mir noch nicht bekannt. Meiner Meinung nach ist das Angebot aus der RX100 Serie in breitem Spektrum vorhanden und es wäre schön, wenn Sony das in der Form beibehält.

Schade, das die Kamera nicht auf der photokina vorgestellt werden konnte. Schauen wir also was über die Kamera in nächster Zeit zu berichten sein wird. Geplanter Erscheinungstermin soll im November sein. Ich bin gespannt.

*(Anmerkung: Die A6500 wurde heute ebenso vorgestellt, die A6300 wird nicht alleinig für den technischen Sprung bei der RX100V Pate gestanden haben)

Merkosh

Als leidenschaftlicher Technik-Nerd berichtet Merkosh gerne über seinen fotografischen Alltag, schreibt Reviews und macht mit der Kamera sein Umfeld unsicher.

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