Minolta MD Macro 50mm F3.5

Lange hat mir ein echtes Makroobjektiv im Altglasbereich gefehlt. Das konnte ich mit dem Einkauf eines Minolta 50mm F3.5 Macro inzwischen ändern. Klar dass es auch ausgiebig getestet wurde und von meinen Erfahrungen mit dem Objektiv möchte ich Euch hiermit berichten.

Die Historie

Nach meiner Recherche im Netz wurde das Minolta 50mm F3.5 Macro von 1961 bis 1981 produziert. Natürlich nicht nur in einer Bauform. So war die MC-II und MC-X Variante noch vollständig aus Metall gebaut, während die von mir erstandene MD-III Variante größtenteils aus Kunststoff gefertigt ist. Ich persönlich finde es ganz geschickt, dass sich die MD-III Variante anhand der blauen Beschriftung recht gut erkennen lässt.
Das reine Objektiv erreicht eine Vergrößerung von 1:2 und mit einem Zwischenring auch 1:1. Wer sich selbst nach einem 50er Makro umsieht, der sollte daher darauf achten den Zwischenring ebenso zu erhalten.

Wie auf dem Titelbild zu erkennen, besitzt dieser Zwischenring einen Hebel, der zur Übertragung des Blendenwertes an die Kamera gedacht ist. Für alle die nur an moderne Kameras adaptieren ein vermutlich nebensächlicher Hinweis, denn hier erfüllt dieser Hebel natürlich keinerlei Funktion.

Unterwegs mit dem Minolta

Adapter für Minolta SR besitze ich für beide Kamerasysteme. Dennoch nutze ich das Makro hauptsächlich an meiner Sony. Die Frage ist immer, nutze ich den Zwischenring permanent? Denn wie bei Zwischenringen üblich: Man erreicht keinen unendlich-Fokus mehr, sobald das Auflagemaß größer wird.

In der Praxis habe ich daher das Objektiv direkt am Adapter und den Zwischenring in einer gepolsterten Box in der Tasche um ihn nur ab und an zu nutzen. Tatsächlich bin ich viel eher im Maßstab bis 1:2 unterwegs als gedacht. Ich mag eben die Möglichkeit recht nahe heran zu gehen, im Zweifel aber auch einmal in die Ferne fotografieren zu können.

Wenngleich man auch sagen muss, dass das Makro mit F3.5 nicht besonders lichtstark ist, habe ich es auf einigen Wanderungen und Ausflügen als Immerdrauf genutzt. Geklappt hat das ganz gut und ich finde dass es diese Aufgabe wirklich ordentlich gemeistert hat.

Meinung/Fazit

Vom Bokeh her finde ich es trotz des hohen Blendenwertes sehr angenehm und ruhig. CAs sind mit bislang nicht direkt ins Auge gesprungen. Von Vorteil ist die tief sitzende Frontlinse. Dadurch wird der Korpus des Objektivs quasi zu seiner eigenen Streulichtblende.
Über Vignettierung zu sprechen finde ich in Verbindung mit alten Objektiven etwas müßig und diese lässt sich in der Nachbearbeitung korrigieren. Generell würde ich die optische Leistung des Oldtimers als exzellent beschreiben. Kurz gesagt, das Objektiv durfte schon recht häufig in die Fototasche.
Natürlich kommt es immer auf die eigenen Vorlieben an, daher ist meine Meinung zum Gesamtpaket dieses Minoltas subjektiv zu betrachten.

Bilder mit dem Minolta 50mm F3.5 Macro

Vielleicht macht Ihr Euch anhand meiner Worte Gedanken, ob ein solches Altglas nicht auch in Eurer Vitrine landen sollte. Als Hilfestellung lasse ich Euch nun eine Galerie mit Aufnahmen hier. Sie wurden alle mit der Sony a7II gemacht. Viel Spaß beim Ansehen.

Merkosh

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