Asahi Pentax Takumar 17mm F4

Ganz ungewohnte Blickwinkel in einem Bild einfangen, dass klappt mit einem Fisheye. Solche Objektive gab es natürlich auch bei den Altgläsern und schon eine Weile habe ich nach einem solchen Stück gesucht. Gleich vorneweg, günstig ist das nicht, aber ich wurde fündig.

Die Wahl fiel auf ein…

Seit ein paar Tagen hab ich nun mein erstes Altglas-Fisheye im Haus. Ein Asahi Pentax Takumar 17mm F4. Für mich ein Glas, das ich vor dem Fund nicht kannte und überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.
Überhaupt sind die Informationen im Netz recht spärlich gesät. Neben ein paar Bildergalerien und ein, zwei Videos finden sich zumindest Informationen zur Konstruktion.

Die Historie

Anhand meiner Quelle soll das Super-Multi-Coated Fisheye, welches ich erstanden habe, irgendwann in den Jahren 1973 bis 1976 gebaut worden sein und es besitzt ein M42 Schraubgewinde. Im Objektiv sind drei Filter eingebaut. Rotfiler, Gelbfilter und UV-Filter lassen sich durch Drehung eines Einstellrings wechseln. Das Gehäuse selbst besteht hauptsächlich aus Metall und wiegt ohne Adapter 228g. Der Mindestfokussierabstand beträgt schmale 20cm. Die Blende besteht aus 6 Lamellen.
Ein Filtergewinde fehlt, was bei 180° Sichtwinkel aber auch verständlich ist.

Unterwegs mit dem Takumar

Was ich sehr schnell gemerkt habe: Das Fisheye ist eines der Objektive, welches ich definitiv nur an Vollformat nutzen werde. Von 180° Sichtwinkel bleiben an Cropsensoren einfach nicht mehr viel übrig und dadurch verliert das Objektiv für mich persönlich sofort seinen Reiz.
Offenblendig ist es ein wenig weich an den Rändern, abgeblendet zeichnet es dann scharf. Die ideale Blende würde ich bei F8 festlegen. Vermutlich wollte das auch der Hersteller, denn die 8 ist rot gekennzeichnet.
Der Blendenstern, den das Objektiv zeichnet gefällt mir sehr gut, bei Gegenlicht sieht man aber einige Lensflares. Meiner Meinung nach sind Lensflares nicht störend, man muss aber wissen sie einzusetzen.

Als Kind, welches die analoge Phase nur nebenher mitbekommen hat und rein digital fotografiert, ist es spannend zu sehen, wie sich eine s/w-Umwandlung verhält, wenn man bereits vorab einen Farbfilter in der Linse hat. Mit dem Gelbfilter kommen Kontraste in den Wolken einfach super heraus. Gleich beim ersten Test war der Himmel nämlich stark bewölkt und so lies sich das ordentlich testen.

Meinung/Fazit

Mir persönlich sagt der geringe Mindestfokussierabstand zu. Es macht Laune mit dem Fisheye nahe an ein Motiv heranzugehen und trotzdem noch eine Menge vom Umfeld mit ins Bild zu bekommen. Man muss natürlich immer ein wenig die Verzeichnung im Blick haben. Das klappt nicht mit jedem Motiv. Das Takumar ist eben kein alltägliches Objektiv und das ist gut so. Die Filter an sich sind toll für s/w-Aufnahmen, wer farbig fotografiert, der wird wohl eher darauf verzichten.

Generell sind Fisheyeobjektive natürlich speziell und nicht jeder mag den Look. Takumar ist aber definitv einen Blick wert. Mich hat die Linse überrascht und ich habe sie weit häufiger in der Tasche als mein Samyang-Fisheye (für MFT).

Bilder mit dem Takumar

Abschließend möchte ich Euch noch eine Galerie zur Verfügung stellen, damit Ihr auch einen Eindruck von den Möglichkeiten des Objektivs bekommt. Aufgenommen wurde mit der Sony a7II. Die jeweiligen Settings stehen bei den Bildern dabei.

Merkosh
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