Studioarbeiten

Ihr erinnert euch vielleicht daran, das ich vor ein paar Tagen erzählt habe, das in der heimischen Unterkunft ein wenig renoviert wurde. Auch an das Bild mit dem Stuhl dürftet Ihr euch noch erinnern. An besagtem Tag habe ich mich nämlich daran gemacht und mich erneut mit Portraits im Studio beschäftigt.

Die frisch gestrichene Wand bot mit ihrem Grau einen perfekten Hintergrund an. Ebenso hatte ich verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten im Sinn, die ich aufstellen wollte. Vor der Kamera durfte unsere Silberblau Platz nehmen. Ich selbst verschwand hinter die Kamera und es konnte losgehen.

You can leave your hat on
You can leave your hat on

Selbstverständlich gibt es zum Bericht auch ein paar Ergebnisse vom Shooting.
Gearbeitet habe ich dabei hauptsächlich mit meinem 25mm F1.7 Panasonic (50mm FF). Die Kamera war wieder meine OM-D E-M5II. Als Beleuchtung war eine Taglichtlampe mit Diffusor im Einsatz sowie eine dimmbare Ringleuchte. Hauptsächlich um einen Leuchtkreis in den Pupillen des Modells zu erzeugen. Zusätzlich habe ich mit einem Faltreflektor (Gold- bzw. Silberfolie) das Licht gelenkt. Mein Modell durfte sich in Sachen Kleidung austoben, hängen geblieben ist sie dann bei einem weißen, schulterfreien Kleid. Verziert mit einer Halskette. Kurz durfte auch ein Hut mit aufs Bild.

Red Lips are made for kissing
Red Lips are made for kissing

Wer meine Portraits von Silberblau betrachtet, wird feststellen, dass ich sie bevorzugt ablichte, wenn sie nicht lächelt. Nicht, weil Sie es nicht kann, sondern ich es nicht immer passend finde, wenn man das klassische Zahnpasta-Lächeln aufsetzt. Es ist ja nicht so, das es nichts zu lachen gibt. Spaß hat es uns beiden gemacht. Und es gibt auch den Beweis. Sie kann lächeln. Ernsthaft.

Inspektion
Inspektion

Man darf bei all dem Spaß aber nicht vergessen, das eine gewisse Anstrengung für die Bilder notwendig ist. Posen wollen eingenommen und auch gehalten sein. Als Fotograf ist man selbst in den seltsamsten Verrenkungen vorzufinden. Ein Glück muss ich mir um Schweißperlen auf der Stirn keine Sorgen machen. Ich fotografiere ja nur.

Wir haben noch ein weiteres Utensil genutzt für das Shooting. Ein sogenanntes Nosing Glas (gefüllt mit Talisker, Destillery Edition) an dem geschnuppert werden durfte. Eines der so entstandenen Fotos wurde bei der Bearbeitung in einen Sepia-Filter getaucht. Die Leuchte stand links vom Modell und so wurde nur ein geringer Teil von Silberblau erhellt. Bei solchen Bildern ziele ich darauf, dass die Konturen des Modells zur Geltung kommen. Dafür bietet sich eine Umwandlung in Schwarz-Weiß oder Sepia einfach an.

Das Shooting zog sich über den Abend. Es wurde viel diskutiert. Ideen für bestimmte Posen ausprobiert, aufgenommen oder verworfen. Das Schöne an solchen Abenden, wo man ohne Termindruck fotografieren kann ist, man kann viele Dinge ausprobieren und sich die beste Einstellung erarbeiten. Lichtpositionen können verändert werden um die Effekte zu ändern und zur Kamera-Einstellung bleibt ausreichend Zeit. Man hat selbst nach Jahren der Übung immer noch einen Lerneffekt, der wohl nie ausbleibt. Dazu macht das Probieren auch einfach viel zu viel Spaß.

Tasting
Tasting

Nebenbei bemerkt. Wenn Ihr die Bilder anklickt, erreicht ihr meine deviantArt Galerie, wo Ihr jedes Foto auch in größerer Auflösung ansehen könnt. Ich hoffe Euch gefällt der Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit so gut, wie mir das Fotografieren an dem Abend Spaß gemacht hat.

Vielleicht habt Ihr sogar Lust gefunden Euch selbst einmal vor meine Linse zu wagen. Wenn ja, dann dürft Ihr euch gerne bei mir melden.

Merkosh
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